Häkeltiere reinigen: ein Ratgeber

Häkeltiere reinigen - gehäkeltes Kuscheltier mit Hut im Wascheimer

Häkeltiere reinigen: Wie behalten die Figuren und Gliedmaßen ihre Form? Welche Materialien dürfen in die Waschmaschine und welche bedürfen einer besonderen Behandlung?

Je nach Obermaterial und Füllung lassen sich Häkeltiere per Handwäsche oder sogar in der Waschmaschine reinigen. In dieser Anleitung zeigen wir dir, worauf dabei zu achten ist.

Diese Anleitung betrifft nicht nur Häkeltiere von SindiBaba sondern gilt auch für gehäkelte Stofftiere und Amigurumi (Amigurumi: gehäkelte Stofftiere zur Dekoration) anderer Hersteller. Im Letzteren Fall solltest du dich jedoch anhand der Materialinformationen und Pflegehinweise auf den Produktetiketten nochmal davon überzogen, ob die zur Herstellung des Häkeltiers eingesetzten Materialien auch maschenwaschbar und trocknerbeständig sind.

Der Begriff „Häkeltier“ umfasst dabei nicht nur gehäkelte Kuscheltiere, sondern auch gehäkelte Kinderwagenketten, Babyschalen-Anhänger, Schnullerketten, Baby-Mobiles, Spieluhren, Babyrasseln, Stehaufmännchen und Greiflinge, die als Ganzes oder in Teilen gehäkelt wurden.

REGEL: Obwohl sich nicht alle Häkeltiere in der Waschmaschine waschen lassen, ist das punktuelle Reinigen und Fleckenentfernen fast immer möglich. Generell können Häkeltiere leicht und effektive gewaschen werden. Gehäkelte Stofftiere aus Acrylgarn lassen sich beispielsweise normal in der Waschmaschine waschen, während man bei Häkeltieren mit Baumwollgarn im Obermaterial besser den Schonwaschgang einlegt, mit dem Risiko, dass sie auch dabei noch etwas schrumpfen können. Häkeltiere aus Wollgarn dürfen hingegen niemals in der Waschmaschine gereinigt werden, da sie dabei schrumpfen und das Obermaterial ein filzähnliches Aussehen annimmt.

Auf den Punkt gebracht: Es gibt eine Reihe von Reinigungsverfahren, die du ausprobieren kannst und solltest, bevor du dein Häkeltier in die Waschmaschine tust!

Die beiden Hauptkriterien bei der Wahl des Reinigungsverfahrens sind die Zusammensetzung des Obermaterials und der Füllung. Kommen wir zunächst zum Obermaterial. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich bestimmte Garne bessere Wascheigenschaften aufweisen als andere: Obermaterialien aus Mischgarnen aus gleichen Bestandteilen aus Baumwolle (50%) und Akryl (50%) haben sich beim Kontakt mit der Haut nicht nur als eine der Weichesten erwiesen, sondern beim Waschen auch als eine der am leichtesten zu Waschenden mit einem sehr geringen Risiko des Schrumpfens.

Während man Akrylgarn wie normale Wäsche waschen kann, sollte man Baumwollgarn im Schonwaschgang waschen und mit Vorsicht trocknen.

Sehr viel Vorsicht ist hingegen beim Waschen von Stofftieren angebracht, die aus Wollgarn gehäkelt wurden. Hierbei besteht bei der Maschinenwäsche die Gefahr, dass die gerippte Häkeloberfläche dabei ihre Struktur und Haptik verliert und danach glatt, wie Filz aussieht. Bei einem Stofftier aus Wolle ist deshalb die behutsame Tupfmethode das bevorzugte Reinigungsverfahren.

Dieses Wissen solltest du auch im Hinterkopf behalten, wenn du für dein Baby auf der Suche nach einem Häkeltier bist. Während bei Amigurumi Wolle das geeignetere Material ist – Obermaterial aus Wolle ist dicker und haltbarer – ist bei Häkeltieren als Babyspielzeug ein Obermaterial aus Acryl- oder Baumwollgarn das geeignetere Material, da es möglicherweise häufiger und gründlicher gewaschen werden muss.

Wie wäscht man Häkeltiere?

Es gibt eine Reihe von Verfahren, um ein Häkeltier zu reinigen! Welche ist in deinem Fall die beste Wahl?

Eine Fleckenreinigung deines Häkeltiers kann effektiv sein, um kleine Bereiche, bei denen es sich um Flecken im Obermaterial handelt, punktuell zu reinigen. Eine solche punktuelle Reinigung ist auch recht einfach: Dazu nimmst du einfach einen Lappen oder ein Waschlappen und tupfst den betroffenen Bereich vorsichtig mit warmem Wasser ab. Bei hartnäckigen Flecken kannst du zum punktuellen Reinigen dem Tuch auch eine kleine Menge an Waschmittellösung hinzufügen. Vergewissere dich nur, dass du zum abschließenden Entfernen der Seifenreste eine Stelle des Tuchs mit Wasser befeuchtest, die zuvor noch nicht verwendet wurde.

Ein anderes Reinigungsverfahren, dass du ebenfalls noch vor dem Gebrauch der Waschmaschine ausprobieren solltest, ist das Reinigen im Waschbecken. Dabei lässt du in die Spüle warmem Wasser einlaufen, in das du ein Reinigungsmittel (Waschmittel oder Wollwaschmittel) hinzugibst. Darin lässt du das Häkeltier einweichen, welches dabei sowohl innen als auch außen gereinigt. Je nach Grad der Verschmutzung darf das gehäkelte Stofftiere gerne eine Stunde oder noch länger darin einweichen. Um sicherzustellen, dass das Seifenwasser auch vollständig in alle Poren eindringt, solltest du das Häkeltier etwas zusammendrücken. In der Durchführung ähnelt dieses Verfahren dem Wäschestrippen einer Decke, nur dass das zu waschende Objekt wesentlich kleiner ist.

Bei den oben beschriebene Reinigungsverfahren handelt es sich um die empfindlichsten und zugleich effektivsten Methoden zum Waschen deines Häkeltiers. Lasse dein Häkeltier vollständig austrocknen. Achte auch darauf, dass sich die Außenseite bereits trocken anfühlen kann, während die Innenseite noch feucht ist. Kalkuliere für diese Art der Reinigung bis zu 48 Stunden ein, um sicher zu gehen, dass anschließend auch alles restlos trocken ist!

Zum Waschen eines großen Gegenstands wie beispielsweise eines Kuscheltiers eignet sich die Waschmaschine möglicherweise besser als die Fleckenreinigung im Waschbecken, weil sich damit größere Oberflächen effektiver reinigen lassen. Bevor du dein Häkeltier also in die Waschmaschine steckst, informiere dich zunächst, welche Temperatur das Wasser dabei höchstens haben darf. Bei allem, was irgendwie schrumpfen kann, wird im Allgemeinen der Kaltzyklus empfohlen.

Achte auch darauf, dass das Häkeltier keine Merkmale wie aufgenähte Sicherheitsaugen oder lose befestigte Gliedmaßen aufweisen sollte, die sich in der Waschmaschine beim Waschvorgang ablösen und darin verfangen könnten. Dies erreichst du durch die Verwendung eines strapazierfähigen Netz-Wäschesacks. Dieser schütz dein Stofftier vor Schäden durch Abrieb im Inneren der Waschmaschine. Achte auch darauf, die Waschmaschine nicht zu überladen. Denn durch den erhöhten Abrieb können sich kleine leichter an anderen Gegenständen verfangen und am Ende möglicherweise ablösen. Vergewissere dich zu guter Letzt auch davon, dass alle Teile und Gliedmaßen deines Häkeltiers intakt sind, bevor du es in die Waschmaschine tust.

Achte vor allem darauf, den Waschanweisungen auf dem Textilpflege-Etikett deines Häkeltiers Folge zu leisten. Falls dieses nicht mehr existiert, weil es beispielsweise bewusst abgeschnitten wurde, versuche zunächst herauszufinden, aus welchem Häkelgarn das Obermaterial gefertigt wurde. (Dies ist ohne chemische Analyse oder Flammentest oftmals gar nicht möglich. Wolle hat jedoch zum Beispiel die Eigenschaft, dass sich beim Benetzen mit Wasser auf ihrer Oberfläche zunächst Wassertropfen bilden, die erst nach längerer Zeit vom darunterliegenden Gewebe aufgenommen werden. Ansonsten im Zweifelsfall immer davon ausgehen, dass es sich um ein empfindliches Material handelt, das nur mit reinem Wasser und ohne Seife gereinigt werden darf.) Generell ist zu beachten: Falls die Waschanweisung auf dem Textilpflege-Etikett ein Waschen in der Waschmaschine gestatte, so wasche immer nur im schonendsten Waschgang, und gebe stets so wenig Gegenstände in die Trommel wie unbedingt notwendig.

Falls sich nach dem Waschen in der Waschmaschine Verformungen am Häkeltier einstellen sollte, so ist dies kein Grund zur Beunruhigung. Bewege durch leichtes Drücken und Ziehen die Füllwatte im Inneren des Häkeltiers einfach wieder in seine ursprüngliche Form, und lasse es anschließend vollständig austrocknen (bis zu 2 Tage). Wenn dir nicht so viel Zeit zur Verfügung steht, kannst du das Häkeltier auch in den Trockner stecken. Befolge dabei einfach die folgenden Vorsichtsmaßnahmen, und du hast in kürzeste Zeit wieder ein trockenes Stofftier:

Überprüfe zunächst, ob dein Häkeltier den von dir bevorzugten Waschvorgang unversehrt überstanden hat. Vergewissere dich, dass alle Zubehörteile noch vollständig intakt sind. Drücke die Gliedmaßen und bewege die Füllung darin, um sicherzustellen, dass sich innen keine Klümpchen bilden.

Stellen Sie als nächstes sicher, dass dein Häkeltier genügend geschützt ist, bevor es in den Trockner wandert. Stecke es in einen Kissenbezug oder in einen Stoffbeutel, der zwar die Wärme durchlässt, jedoch gleichzeitig als Barriere fungiert, um Abrieb oder ein Verfangen beim Trocknen zu vermeiden.

Trockne das Häkeltier so zunächst auf niedrigster und empfindlichster Einstellung 30 Minuten lang und untersuche das Stofftier danach. Nach so langer Zeit sollte es bereits vollständig durchgetrocknet sein. Ansonsten bei Bedarf weitere 30 Minuten trocknen und erneut einer Prüfung unterziehen.

Wann sollte man Häkeltiere waschen?

Der richtige Zeitpunkt zum Waschen des Häkeltiers hängt davon ab wie oft es verwendet wird und welchen Zweck der Reinigungsvorgang erfüllt.

Besonders beim Gebrauch durch Babys und Kleinkinder ist das Stofftier oftmals klebrigen und schmutzigen Kinderhänden ausgesetzt, wodurch es schneller Schmutz ansammelt.

Handelt es sich hingegen um ein Amigurumi oder ein Häkeltier zu Dekorationszwecken, so braucht der Waschvorgang möglicherweise nicht so aufwändig zu sein. Und Waschen in der Waschmaschine oder ein vollständiges durch Waschen im Waschbecken mit Flüssigseife ist möglicherweise nicht notwendig.

Wenn du bemerkst, dass Dein Häkeltier zu riechen beginnt oder Flecken aufweist, so ist es natürlich an der Zeit, es einer Reinigung zu unterziehen. Auch kann übermäßiges Waschen deines Stofftiers dazu führen kann, dass es schneller seine Form verliert. All dies solltest du in Erwägung ziehen, bevor du es einer Reinigung unterziehst.

Möglicherweise wirst du feststellen, dass durch das häufige Waschen dein Häkeltiers seine Form verliert und an Farbe einbüßt. Vielleicht fängt es sich sogar einen dauerhaften schlechten Geruch ein, weil du es nicht richtig austrocknen lässt. Dies sind Risiken, die du vor dem Waschen abwägen solltest.

Wie halte ich meine Häkeltiere sauber?

Das Sauberhalten deines Häkeltiers steht oftmals in einem direkten Zusammenhang mit seiner Verwendung.

Wenn es nicht so sehr als Stofftier oder Spielzeug verwendet wird, sondern eher als Dekoration – zum Beispiel als Amigurumi – dient, musst du es nicht so oft waschen. Es versteht sich von selbst, dass Sorgfalt nicht selten auch mit Sauberkeit einhergeht. Je besser du oder dein kleiner Liebling euer Häkeltier behandelt, desto seltener muss es gewaschen werden.

Was gilt es besonders zu beachten?

Wasche dein häkeltier nicht zu oft. Dies kann dazu führen, dass das Garn verblasst und nicht mehr so glänzt wie im Neuzustand.

Ein Häkeltier im Neuzustand weist glänzende und lebhafte Farben auf, und durch punktuelles Reinigen wird sichergestellt, dass es auch so bleibt.

Wenn du der Auffassung bist, dass eine punktuelle Fleckenreinigung keine Option ist, ist das Waschen in der Waschmaschine akzeptabel. Generell sollte das Waschen in der Maschine jedoch so weit wie möglich vermieden werden. Wenn du Waschvorgänge in der Waschmaschine vermeidest, wirst du feststellen, dass dein Häkeltier über einen langen Zeitraum hinweg in Form bleibst und das Obermaterial seine lebendigen Farben und seine glänzende Oberflächenstruktur beibehält.

Allzu häufige Waschzyklen führen dazu, dass sich das Garn allmählich auflöst. Selbst bei Obermaterialien, die aus maschinenwaschbaren Garnen gefertigt wurden, kann häufiges Waschen einen Zerfall und Ausfransen des Garns beschleunigen. Falls du dennoch ein Reinigen in der Waschmaschine bevorzugst, so achte bei der Anschaffung des Häkeltiers darauf, dass es nicht aus Wolle gefertigt ist, d.h. weder sollte das Obermaterial aus Wollgarn gefertigt sein, noch sollte das Füllmaterial Wollbestandteile enthalten.

Eine andere Möglichkeit, sicherzustellen, dass dein Häkeltier über einen langen Zeitraum hinweg sauber und frei von Flecken bleibt, besteht in der Verwendung von Schutzsprays, die leicht in der Handhabung sind. Ähnlich wie bei einem Wasserschutzmittel besprühst du damit dein Stofftier und lässt es dann trocknen.

Was tun, wenn das Häkeltier trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch seine Form verliert?

Wenn dein Stofftier beim Waschen oder Spielen etwas aus der Form gerät, solltest du es ein wenig drücken oder daran ziehen, um es so wieder in seine ursprüngliche Form zu bringen. Versuche jedoch NICHT, es umzuformen, solange es noch nass ist! Warte, bis es trocken ist. Wenn du nämlich im nassen Zustand daran ziehst, kann sich das Garn lockern und dehnen, wodurch Ihr Häkeltier dauerhaft unförmig wird.

Wenn du diese Ratschläge befolgst, wird dein Kind lange Zeit Freude an seinem Häkeltier haben!

Ein Hinweis in eigener Sache

Stoff- und Häkeltiere von SindiBaba werden allesamt aus maschinenwaschbaren Materialien gefertigt. Das Obermaterial wird entweder aus flauschigem Baumwollgarn, einem Baumwoll-Bambusviskose-Mischgarn oder aus einem extrem-weichen reinen Bambusviskose-Häkelgarn gefertigt, die allesamt maschinenwaschbar sind. Als Füllmaterial verwenden wir maschinenfeste antibakterielle Polyesterfüllwatte – und bei einigen Kuscheltieren auch noch etwas Füllgranulat. Damit die Wattierung nicht aus den Häkelmaschen heraustritt, ist zwischen Obermaterial und Füllung noch ein Unterfutter eingearbeitet, welches ebenfalls in der Maschine gewaschen werden kann. Und auch die Rasseldöschen, die beim Bewegen sanfte Geräusche aus dem Inneren heraus erzeugen, sind maschinenfest.

SindiBaba-Häkeltiere sind in der Regel auch für den Wäschetrockner geeignet. Du kannst dein Häkeltier aber auch an der Luft trocknen lassen. Beim Austrocknen an der frischen Luft empfiehlt es sich zunächst, das Häkeltier in ein Handtuch einzurollen und das überschüssige Wasser vorsichtig herausdrücken. Wringe es dabei aber nicht aus!

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